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USA/Kanada 2016 – Tag 12: Offday am Sonntag

Die erste Nacht im „schönen“ Holland Hotel hier in Jersey City war nicht so richtig das Gelbe vom Ei. Das hatte verschiedene Gründe. Zum einen hielt Marcel es für eine gute Idee, seinen heimischen Wecker am Handy einfach anzulassen, sodass wir alle drei hier pünktlich um 5:35  aus dem Schlaf gerissen wurden. Glücklicherweise schafften wir es wieder einzuschlafen, wobei es bei mir die ganze Nacht ein Kampf ums Überleben war. Berichten zufolge hing ich halb aus dem Bett, weil mir einfach nicht mehr Platz gelassen wurde. Aber trotzdem fühlte ich mich heute Morgen halbwegs erholt.

Aufgrund des eher mäßigen, subtropisch schwülen Klimas entschieden wir uns dafür, den Tag in der nahe gelegenen Outlet- Mall zu starten. Shoppen kann man schließlich bei jedem Wetter und da Marcel ja noch einiges aufzuholen hatte, war das irgendwie eine sinnige Aktivität. Es muss eigentlich nicht erwähnt werden, dass er direkt in die Vollen ging. Am frühen Nachmittag hatten dann aber alle fünf genug und mit einem kurzen Zwischenstopp im Hotel ging es wieder nach Manhattan. Allerdings dachte Marcel sich: hey, kippe ich mir doch mal nen frischen Kaffee über meine Füße bevor wir wieder losfahren. Semikluge Idee, aber ist letztlich nochmal glimpflich verlaufen. Aktuell erinnern nur noch die Flecken auf dem Teppich und Marcels Bett an diesen Vorfall. Danach ging es dann aber zum Times Square, da wir unsere gebuchten New York Pässe abholen wollten. Zwar fuhr auch heute ein Großteil der vorhandenen Metrolinien nicht, aber diesmal kamen wir ohne die Probleme des gestrigen Abends an unser Ziel. Tagsüber verliert der Times Square allerdings, in meinen Augen, nahezu jegliche Wirkung. Die Tatsache, dass sich auch heute unglaubliche Menschenmassen über die Bürgersteige quetschten, trug nicht gerade dazu bei, diesen weltweit berühmten Platz zu genießen. Mein Urteil: Mega geht so.

Nachdem wir die Pässe erhalten hatten, trieb der Hunger uns zum größten Applebees der Welt.

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Dort verspeiste ich einen ganz leckeren, aber doch etwas verkästen Burger, während mir allerdings gefühlt Teile meines Körper abfroren. An den hiesigen Umgang mit Klimaanlagen kann ich mich irgendwie nicht wirklich gewöhnen. Es ist entweder viel zu warm und man hat das Gefühl zu schmelzen, wie beispielsweise in JEDER Metro Station, oder man friert sich wirklich alles ab. Dass es außerdem bei allen Preisen hier auch noch einen Manhattan-Aufschlag zu geben scheint, ist nicht wirklich überraschend, aber trotzdem nicht so super.

Nach dem Essen brachen wir dann schon wieder Richtung „Heimat“ auf, da wir uns vorgenommen hatten, den morgigen Tag mal vernünftig zu planen. Stattdessen haben wir uns erstmal die Bundesliga Highlights des Wochenendes angesehen und unzählige Heimvideos auf MTV, über die wir uns köstlich amüsierten. Derweil zeigte ein Blick aus unserem Fenster, wieso New York so berüchtigt für seine verstopften Straßen ist.

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Ingesamt hatten wir also einen sehr lockeren, entspannten Tag, an dem wir es am Ende doch noch geschafft haben, eine Art Plan für den morgigen Tag aufzustellen. Wie der letztlich aussieht, werdet ihr an dieser Stelle morgen erfahren. Bis dahin zum Abschluss nur noch ein amüsanter Hinweis: Unser kleines Zimmer hat mittlerweile den Muff unseres Toyota Sienna angenommen, sodass sich die morgige Putzkraft sicherlich beim Betreten des Raumes etwas ekeln wird. Aber was willste machen, ne?

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