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One Day in: Prag

Wer an Prag denkt, dem kommen wohl unweigerlich Bier, Party und günstige Preise in den Sinn. Denn die Hauptstadt der Tschechischen Republik ist nicht erst seit gestern als Party-Metropole bekannt und lockt dank günstiger Preise Menschen aus ganz Europa an. Wer die goldene Stadt nun aber auf diese Attribute reduziert, der tut ihr Unrecht. Denn Prag hat noch viel mehr zu bieten als ein reges Nachtleben.

Where to start?

Wer nicht gerade mit dem Bus anreist, der wird mit höchster Wahrscheinlichkeit am Vaclav Havel Flughafen vor den Toren der Stadt ankommen. Von dort aus kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut in die Stadt, allerdings bietet es sich in Prag auch an, im Vorfeld einen Flughafentransfer online zu buchen. Zu empfehlen ist hierfür der Anbieter „Prague Airport Transfers“ ( https://www.prague-airport-transfers.co.uk ). Ein privater Transfer kostet pro Strecke für bis zu vier Personen knapp 24 Euro. Dafür wird man persönlich am Flughafen in Empfang genommen und komfortabel zum gewünschten Ziel chauffiert.

In der Stadt selbst bieten sich, meiner Meinung nach, vor allem zwei Plätze als Ausgangspunkt für die Erkundung der Stadt an: der Wenzelsplatz (Vaclavske Namesti) und der Platz der Republik (Namesti Republiky). Beide weitläufigen Plätze liegen unmittelbar am Eingang der Altstadt und bilden gleichzeitig gut erreichbare Orientierungspunkte. Außerdem erreicht man von beiden Plätzen wunderbar den Pulverturm als inoffiziellen Eingang in die Prager Altstadt.

Wer hier durchschreitet, reit sich zwar in die klassischen Touristenmassen ein, wird aber unweigerlich an quasi allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeigeführt.

Where to go?

Prag hat insgesamt vor allem in der Altstadt jede Menge sehenswertes im Angebot. Aber gerade wenn die Zeit knapp ist, lässt sich das Ganze auf drei Hot-Spots reduzieren: den Altstädter Ring, die Karlsbrücke und die Prager Burg. Und weil die mittelalterlichen Könige schon genau wussten, was für Must-See Sehenswürdigkeiten sie da in ihrer Stadt haben, haben sie ihren „Königsweg“, der am Pulverturm beginnt, genau an all diesen Highlights entlang beschritten.

Nach einigen Metern zwischen zahllosen Läden mit tschechischer Glaskunst, Marionetten und sonstigen Souvernirs erreicht man mit dem Altstädter Ring den ältesten und bekanntesten Platz der Stadt. Dort reiht sich wirklich ein historisches Gebäude an das nächste, wobei allerdings zwei den Platz doch etwas dominieren: zum einen die Teynkirche mit ihren zwei charakteristischen Türmen, zum anderen, direkt gegenüber, das historische Prager Rathaus. Letzteres ist vor allem zur vollen Stunde sehr gut daran zu erkennen, dass sich am Fuße des Glockenturms eine Menschentraube bildet, in der alle die Smartphones in die Höhe halten um das Spiel der historischen mechanischen Uhr zu filmen.

Prags Altstädter Ring als zentraler Platz ist einfach ein Muss

Wer sich einfach nur die wirklich schöne Uhr ansehen möchte, sollte einfach abwarten, bis das Glockenspiel vorbei ist. Dann verschwinden die Menschenmassen nämlich wie von Geisterhand und man kann ganz in Ruhe gucken. Von dort aus gelangt man dann fast wie von selbst durch schöne, aber oftmals volle, Gassen zur wohl berühmtesten Sehenswürdigkeit von Prag: der Karlsbrücke. Als Tipp für Leute mit Sinn für Genuss ohne Menschenansammlungen: die Hauptstraße vor der Brücke einfach einmal über den schmalen Bürgersteig links entlang gehen bis die erste Möglichkeit zum rechts einbiegen hinter dem Gebäude besteht. Dort hinter der Terrasse eines Cafés hat man einen schönen Blick auf die Moldau und die Karlsbrücke – und das ganz ohne großes Gedrängel.

Der Blick auf Karlsbrücke und Burg sind einfach toll

Das hat man dafür umso mehr auf der Brücke selbst. Alle paar Meter wird Kunsthandwerk angeboten, werden Karikaturen gemalt oder Musik gespielt. Dabei geht die tolle Brücke mit all den Figuren und den schönen Blicken über die Moldau fast unter. Ein kurzer Stopp lohnt sich aber in jedem Fall, bevor man auf der anderen Seite der Brücke den Aufstieg zur Prager Burg beginnt. Dieser gestaltet sich bedingt steil, aber auch nur bedingt kurz – die Aussicht von oben über die Stadt entschädigt aber in jedem Fall für die Anstrengungen.

Blick über Prag von der Burg aus

Im großzügigen Burgareal samt Gärten kann man sich größtenteils frei und kostenlos bewegen und einfach das Flair auf sich wirken lassen. Mit dem Veitsdom kann man außerdem die größte Kirche Tschechiens begutachten, während man immer wieder schöne Blicke über die Dächer von Prag erhaschen kann.

Wer sich nach dem Königsweg dann wie ein mittelalterlicher Herrscher fühlt und noch mehr machen will, dem seien noch zwei Tipps ans Herz gelegt: Zum einen ist das Kafka-Monument unweit des Wenzelsplatzes wirklich einen Besuch wert. Das dynamische Denkmal vor dem Eingang eines Einkaufszentrums mag nicht das bekannteste der Stadt sein, aber irgendwie ist es wirklich interessant zu betrachten. Zum anderen ist eine kurze Schifffahrt über die Moldau durchaus empfehlenswert – vor allem nach Sonnenuntergang. Bei der etwa 50 minütigen Fahrt bieten sich wunderbare Blicke auf die beleuchteten Sehenswürdigkeiten der Stadt und eine bessere und ungestörtere Aussicht auf die Karlsbrücke kriegt man wohl sonst nicht.

Die Karlsbrücke bei Nacht

Where to eat?

Wer den ganzen Tag in Prag unterwegs ist, der kriegt früher oder später unweigerlich Hunger. Als Snack zwischendurch bietet sich fast schon provokant Trdelnik an. Den süßen und für Westeuropäer schwer auszusprechenden Baumstriezel gibt es in Prag an jeder Ecke und für den kleinen Hunger zwischendurch kann man mit diesem klassischen Gebäck nichts falsch machen.

Für „richtiges“ Essen sei an dieser Stelle vor allem das „Meat & Greet Burgerhouse“ in der Nähe des Platzes der Republik wärmstens empfohlen. Das kleine Burgerrestaurant überzeugt auf ganzer Linie: netter, zuvorkommender Service, super Qualität und für selbige auch absolut angemessene Preise. Wer Burger mag, darf sich einen Besuch hier nicht entgehen lassen.

Where to sleep?

In Tschechiens Hauptstadt gibt es gefühlt so viele Hotels und Unterkünfte wie Läden, die Marionetten verkaufen – und das sind in Prag wirklich verdammt viele. Die richtige Wahl zu treffen, fällt daher nicht wirklich leicht, da man ja gern die klassische Kombination aus Lage, Komfort und Preis möglichst perfektionieren möchte. Ein ziemlich gutes Paket bekommt man dabei in den „Chill Apartments“. Vor allem wenn man mit mehreren Personen unterwegs ist, findet man hier (je nach Saison) ein super Preis-Leistungs-Verhältnis. Dafür startet man die Stadterkundung in unmittelbarer Nähe zum Wenzelsplatz und kann sich abends in einer komplett und modern ausgestatteten Wohnung inkl. Küche erholen, es sich gut gehen lassen und in sehr ruhiger Umgebung schlafen.

Roundup

Prag gilt gemeinhin als eine der Party-Städte schlechthin und das sicherlich auch berechtigerweise. Aber wer die goldene Stadt darauf reduziert, der macht einen großen Fehler. Denn Prag hat wahnsinnig viel zu bieten: historische Bauwerke, Kultur, Shopping-Möglichkeiten, gute Restaurants – es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Außerdem bietet sich die Königsstadt als Tor nach Osteuropa an. Wen der Osten unseres Kontinents reizt, der kann bedenkenlos in Prag beginnen, denn dort fällt die Umgewöhnung aufgrund der sehr westlichen Tendenz nicht schwer. Wer also noch nicht in Prag war, der sollte die Stadt schnellstmöglich auf die persönliche Bucket-List setzen. Und wer schon dort war, kann jederzeit nochmal hin – denn ein Besuch in der Metropole an der Moldau lohnt sich eigentlich immer.

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