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USA/Kanada 2016 – Tag 8: A day on the road

Halbzeit hier auf dem 2016er Roadtrip durch Amerika und Kanada. Der perfekte Tag, um aus Kanada zurückzukehren in die Vereinigten Staaten und einfach mal einen ganzen Tag im Auto zu verbringen. Ja, ich meine das Ernst, wir haben einen kompletten Tag im Auto verbracht. Aber beginnen wir am Morgen. Nach dem Frühstück ging es zuerst an die kanadische amerikanische Grenze und der gewohnt unfreundliche Grenzbeamte ließ uns nach wenigen Fragen in die USA zurückkehren.

Aus irgendeinem Grund waren die drei Mädels nicht sonderlich fit und gut drauf, daher war es auch nicht verwunderlich, dass recht bald alle drei seelenruhig im Auto schliefen. So konnte ich in aller Seelenruhe durch die hügligen Landschaften des Staates New York fahren, bis mir nach einiger Zeit ein Dunkin Donuts ins Auge sprang. Da blieb mir natürlich nichts anderes übrig, als den ersten Halt des Tages einzulegen. Man darf ja nicht unterzuckern, ist doch klar.

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Danach ging es frisch gezuckert weiter Richtung Süden, inklusive gefühlt 10-12 jährigen Mädels auf der Rückbank, die sich wahlweise über ein Handyspiel stritten, schliefen oder über die Langeweile im Auto jammerten. So muss es sich also früher für meine Großeltern angefühlt haben, wenn sie mit mir im Urlaub waren. Oma und Opa, es tut mir Leid.

Gut, so schlimm war es gar nicht. Die Fahrt war nur einfach unheimlich lang und bis zum ersten wirkliche Aufenthalt, nach etwa 6 Stunden auf der Straße, nur von einem Tankstop und einer kurzen Toilettenpause unterbrochen. Aber der Tempomat, mein bester Freund bisher in diesem Urlaub, hat mich tatkräftig bei dieser Aufgabe unterstützt.

Am späten Nachmittag machten wir dann halt in einem Outlet in Süd-Pennsylvania, was uns aber alle enttäuschte. Da war nicht wirklich etwas reizvolles dabei, was mich aber natürlich nicht davon abgehalten hat, trotzdem etwas zu kaufen. Irgendwie muss man seinen Frust ja kanalisieren. Nach der anschließenden Essenspause bei FiveGuys (absolut zu empfehlen!) mit den obligatorischen Burgern und Pommes ging es dann weiter in Richtung Washington DC. Das Navi führte uns ohne Probleme zu unserem Hotel, was das mit Abstand nobelste ist, was wir in diesem Urlaub zu Gesicht bekommen. Unsere Unterkunft befindet sich in den obersten Etagen eines anderen Hotels und hat eine gesonderte Rezeption, bei der wir so freundlich wie nie empfangen wurden. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass man mich mit Respekt behandelt. Eine völlig neue Erfahrung. Der Blick in die Hotellobby lässt schon erahnen, in was für einem Hotel wir hier gelandet sind. Und auch das Zimmer knüpft nahtlos an diesen Eindruck an. Nobel geht die Welt zugrunde.

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So geht ein Tag im Auto zu Ende, an dem wir insgesamt gute 12 Stunden unterwegs und davon mehr als 8 im Auto verbracht haben. Was hätte man in diesen zwölf Stunden nicht alles machen können? Einen Tag arbeiten beispielsweise, inklusive Pause, mit anschließendem Kinobesuch und zwei Stunden Basketballtraining. Etwa 7 Fußballspiele nacheinander schauen, inklusive Halbzeitpausen. Eine Staffel Simpsons gucken, inklusive Werbung. Oder einfach von Deutschland über den Atlantik nach Amerika fliegen – an die Westküste wohl gemerkt. Wir haben stattdessen mehr als 700 Kilometer zurückgelegt, was im übrigen in etwa so weit ist wie von Köln nach Prag, etwa 2 Liter Cola getrunken (ich alleine), dabei eine Landesgrenze überquert und insgesamt vier Bundesstaaten passiert um im District of Columbia anzukommen. Haben wir uns einfach mal gegönnt. Morgen gehts dann gesittet weiter in Washington.

Ein Kommentar

  1. Anonymous Anonymous

    Mhhhh, Donuts 😉

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