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USA/Kanada 2016 – Tag 14: New York at its best

Nach dem ziemlichen geht so Tag gestern begannen wir den Tag heute mit der Hoffnung, dass es besser wird. Da wir ein strammes Programm vor uns hatten, starteten wir natürlich mit einem ausgewogenen Frühstück, vorausgesetzt ausgewogen bedeutet ausschließlich Gebäck mit unendlich viel Zucker. Das obligatorische Styroporgeschirr darf bei so einem Festmahl natürlich nicht fehlen.

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Voller Energie, zumindest für wenige Minuten, machten wir uns so auf den Weg nach Manhattan und starteten mit der Wiedergutmachung einer gestrigen Enttäuschung: der Madison Square Garden Tour. Unser Guide,  der wirklich sympathische Italiener Alex, führte uns in kurzweiligen 1,5 Stunden durch die bekannteste Veranstaltungshalle der Welt und zeigte uns alles, was man so sehen kann. Ein wirklich gelungener Start in den Tag,  das muss man schon sagen. Leider tritt Adele derzeit hier auf, sodass das übliche Basketball- bzw. Eishockeyfeld bedeckt ist, aber trotzdem konnte sich die Halle schon sehen lassen.

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Danach ging es auf dem direkten Weg zum nächsten Highlight: Der Besuch des Rockefeller Centers stand auf dem Programm. Dieser verzögerte sich ein wenig, da Marcel seinen New York Pass irgendwie verloren hatte und deshalb nochmal los musste, um sich eine Ersatzkarte zu holen. Derweil fuhren wir schonmal auf die Aussichtsplattform und genossen den wirklich tollen Blick über die Stadt. Einmalig.

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Nachdem Marcel dann auch die Zeit gefunden hatte, sich dort oben zu uns zu gesellen, ging es auch schon wieder runter und in Richtung Central Park, der grünen Lunge dieser Metropole. Allerdings legten wir vorher noch einen Stop bei Ben & Jerrys ein und gönnten uns ein klein wenig Eis. Diabetes war danach bei uns allen drei definitiv nicht mehr weit entfernt. Aber ich hatte Eis mit Kirschen und Beeren, das ist dann doch auch irgendwie gesund, oder?

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Auf dem Weg dann in den Central Park liehen wir uns mit unserem New York Pass Fahrräder in einem semi-seriösen Laden aus, schoben diese über die vollen Bürgersteige bis zum Parkeingang und fuhren dann los. Ja, richtig gelesen, ich bin freiwillig Fahrrad gefahren. Es war immerhin quasi kostenlos und wie soll man sonst durch diesen riesigen Park kommen? Manchmal bin ich ja auch ganz clever. Der Park selbst war wirklich schön, auch wenn das Wasser seine besten Zeiten definitiv schon hinter sich hatte. Oder ist Wasser hier von Natur aus grün? Man weiß es nicht, das was hier aus dem Wasserhahn kommt ist immerhin frisches Schwimmbadwasser, zumindest schmeckt es so. Aber nichtsdestotrotz ist es beeindruckend, so eine grüne Oase inmitten dieses Betonwaldes zu finden.

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Nach dieser sportlichen Betätigung (ja, ich weiß, ganz schön krass) gaben wir die Räder zurück und marschierten wieder zum Times Square, wo wir irgendwie ziemlich oft rumhängen, und holten uns Tickets für eine nächtliche Busfahrt durch Manhattan. Wieso diese Fahrt plötzlich 15 Dollar extra zu unserem Pass kostete, war nicht wirklich ersichtlich, aber was soll der Geiz. Anschließend liefen wir noch etwas umher, bevor wir dann mit unzähligen anderen die bereitstehenden Busse bestiegen und uns durch die unglaublich vollen Straßen quälten. Der „Guide“ erzählte die ganze Zeit irgendwelches zusammenhangloses Zeug, beispielsweise, dass der Stau mit der Anwesenheit des Präsidenten in der Stadt zu tun hat. Wenig glaubhaft, aber augenscheinlich ist Barack Obama großer Fan von uns, sonst würde er uns ja nicht hinterherreisen, oder? Alter Fanboy. Die Fahrt an sich dauerte eine gefühlte Ewigkeit, wirklich gelohnt hat sich das Ganze aber nur wegen genau eines Momentes:

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Im Anschluss war dann eine Stärkung notwendig, wir hatten schließlich bis zu dem Zeitpunkt quasi nur Zucker zu uns genommen. Da ist es ja nur logisch, dass wir beim nächstbesten Laden Pizza aßen, der Fetthaushalt wollte ja aufgefüllt werden. Mit dieser neuen Kraft ging es dann zum letzten Highlight des Tages: dem Empire State Building. Das eigentliche Wahrzeichen New Yorks kennt ja eigentlich jeder und schon die Eingangshalle ist sehenswert. Aber nicht geht über den Blick von der Aussichtsplattform über die beleuchtete Stadt. Ein Ausblick, den wirklich jeder einmal genießen sollte.

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Danach ging es nur noch nach Hause, der Tag war schließlich lang und ereignisreich genug. Dieser highlightgespickte Tage entschädigte definitiv für den gestrigen Tag voller Enttäuschungen. Wenn man sich jetzt nicht so für Marcel mit seiner Go Pro inklusive Selfie-Stick schämen müsste, wäre es wirklich perfekt. Aber ich will nicht jammern. Der Tag war wirklich super. Punkt.

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