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USA/Kanada 2016 – Tag 13: Irgendwie ein typischer Montag

Nach mäßigem Wetter gestern startete die neue Woche mal so richtig schön trist: Grau in Grau inklusive Regen – so wacht man doch im Urlaub gerne auf. Aber wie sagt man so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur unpassende Kleidung. So zogen wir genau diese an und machten uns wiedermal auf nach Manhattan. Der erste Stop brachte uns diesmal ins American Museum of Natural History. Ja, richtig, wieder Naturkunde. Und wieso? Weil es im New York Pass enthalten war und man dort Dinosaurierknochen und eine Ausstellung über das Universum sehen konnte. Naja, letztere wurde für mich, mal vom Wetter abgesehen, zur ersten Enttäuschung des Tages, denn diese Ausstellung war in unserem Pass nicht enthalten. So blieben mir nur die Dino-Knochen, denn alles andere im Museum war noch weniger interessant für mich. Die Skelette waren ok, aber ich bin irgendwie scheinbar nicht so dinoaffin.

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So beschäftigte ich mich, dank es Wifi im Museum, teilweise mit dem Fangen von Pokemon auf meinem Smartphone. Ist ja auch irgendwie Naturkunde.

Anschließend ging es wieder in die Outdoorsauna und mit der Metro ab nach Chinatown, weil Marcel dort in der Nähe zu einem Jeansladen musste. Alles wenig sehenswert, aber immerhin lernten wir, dass es sich scheinbar lohnt, wenn man einen Laden führt, der ausschließlich Avocados anbietet. Oder das ganze dient nur als Fassade für andere Geschäfte, wer weiß das schon. Beeindruckend war jedenfalls auch, dass es neben dem Laden nach altem Fisch roch, obwohl weit und breit kein Fisch angeboten wurde. Das muss also dieses New Yorker Trendsetting sein, von dem alle immer reden.

Nach diesem kurzen Ausflug wollten wir eigentlich den Madison Square Garden besichtigen. Aber obwohl wir mehr als eine Stunde vor Schließung dort waren, wollte man uns nicht mehr reinlassen – die zweite Enttäuschung des Tages.

Als Alternative entschieden wir uns kurzerhand wieder in den Süden Manhattans zu fahren um das 9/11 Memorial and Museum zu besuchen. Der Besuch hat sich dann auch absolut gelohnt, denn dieses Museum beschäftigt sich auf eindrucksvolle, bedrückende und respektvolle Art und Weise mit den Ereignissen von 2001.

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Die Darstellung wirkt dabei sehr authentisch und in keiner Weise überzogen oder übertrieben patriotisch, wie man es sonst von den Amerikanern kennt. Wer also mal in New York ist, sollte dieses Museum unbedingt besuchen. Einziger Wehmutstropfen: Es war leider viel zu voll.

Nach dieser alles andere als freudigen Besichtigung ging es dann zur Stärkung zu Shake Shack, einer ziemlich gehypten Fast Food Kette hier in den Staaten. Es gab mal wieder Burger und ich muss leider sagen: Ganz ok, leider nicht mehr. Für mich ist da kein Hype-Potenzial vorhanden, aber ich bin was sowas angeht ja auch durchaus eigen. Oder komisch, wie mans sehen will.

Um unsere Stimmung dann wieder aufzubauen, zog es uns zu Madame Tussauds an den Times Square. Glücklicherweise war auch diese Attraktion in unserem New York Pass enthalten, denn sonst hätte mich das Ganze noch mehr enttäuscht als so schon. Also es war nicht mies, keinesfalls, es war sogar recht unterhaltsam.

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Aber nach einer halben Stunde und erstaunlich wenigen Wachsfiguren waren wir schon wieder draußen – nicht wirklich überzeugend. Nichtmal Captain America oder die anderen Marvel Helden konnten wir sehen, denn auch das hätte extra gekostet (enttäuschend). Wenn man dann noch bedenkt, was der Besuch normalerweise gekostet hätte, weiß ich, wieso ich sonst nie zu Madame Tussauds gehe.

Von dort aus ging es für uns dann quer durch Queens bis nach Flushing, da wir, als große Sportfans, zumindest ein Event besuchen wollten. Football war zu teuer, Basketball und Eishockey finden noch nicht statt, da blieb nur Baseball – also ging es zu den New York Mets. Der Weg war schon beschwerlich da Marcel, warum auch immer, lieber eine Local-Metro nehmen wollte, die an JEDER Haltestelle auf dem Weg hält. Wieso sollte man auch eine Express-Metro nehmen, die Haltestellen in Queens sind ja so sehenswert… Wirklich beschwerlich wurde dann aber erst das Spiel selbst. Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, was die Amerikaner an diesem „Sport“ finden. Ich gucke eigentlich alles, was irgendwie mit Sport zu tun hat, aber das war so unglaublich langweilig, das ging einfach gar nicht. Was hat das mit Sport zu tun, wenn einer wirft und die anderen wahlweise versuchen zu schlagen oder den Ball zu fangen? Und wieso sind die alle speckig wie Mario Götze nach einem 3 wöchigen All-Inclusive Urlaub? Und vor allem: wieso verdienen diese Männer so unheimlich viel Geld damit? Das macht betroffen. Selbst ein Hotdog für 6,50 Dollar, der qualitativ mit einem Ikea Hotdog konkurrierte, konnte es nicht verhindern, dass wir das Stadion nach knapp der Hälfte des Spiels verließen. Ich habe selten Geld so sinnlos aus dem Fenster geworfen wie für den Abend im CitiField. Mein Gott war das schlecht, ich komme damit gar nicht klar. Nichtmal Fanartikel habe ich gekauft. Das sagt wohl alles, oder? Aber zumindest das Stadion sah von außen ganz nett aus.

So endete der Tag voller Enttäuschungen und mit nur einem wirklichen Highlight. Ein klassischer Montag halt. Wer mag schon Montage? Ich jedenfalls nicht. Aber ich mag ja eh fast nichts. Hoffentlich wird es morgen besser. Wait and see.

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