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USA/Kanada 2016 – Tag 11: Nachwuchs in New York

Der heutige Tag begann mit einem gewohnt mäßigen Frühstück in Super 8 Qualität. Wäre es nicht im günstigen Zimmerpreis enthalten, hätte ich mich wohl geärgert, so habe ich meine tägliche Zuckerdosis bereits zum Frühstück eingenommen und konnte anschließend sogar vor der Abreise noch die 1. Halbzeit der Bundesliga Konferenz auf dem Laptop gucken. In Anbetracht der Tatsache, dass ich etwa 15 Minuten im Auto warten musste, bis die 3 Mädels ihre morgendlichen Kaffegelüste bei Starbucks befriedigt hatten, wäre wohl auch noch die 2. Halbzeit drin gewesen, aber naja. Immerhin vergnügten wir uns dann bei einer Partie Minigolf, welche ich, in Minigolfkreisen auch bekannt als „The Beast“, ungewohnt souverän gewinnen konnte.

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Anschließend ging es dann wieder richtig auf die Interstate in Richtung New York City. Allerdings legten wir noch einen kurzen Halt in Princeton ein, um uns die Eliteuni anzusehen, die wir uns im Leben niemals leisten können. Zugegebenermaßen ist der Campus mit all seinen Gebäuden wirklich schön und sehenswert. Da soll nochmal jemand sagen, Geld macht nicht sexy

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Nach diesem kurzen Aufenthalt, inklusive Besuch des Uni-Shops, ging es dann weiter in Richtung Big Apple. Allerdings vorerst nur bis zum Flughafen Newark, denn dort bekam unsere kleine Reisegruppe Nachwuchs: mein bester Kumpel stieß für die Tage in New York zu uns, weil er noch zu viel Urlaub und zu viel Geld hat um das ganze Jahr zuhause zu bleiben. So quetschten wir auch noch ihn inklusive Koffer in unseren Muff-Bus und fuhren zu unserer Unterkunft für die nächsten Tage.

Da ich als Sparfuchs bekannt bin, liegt diese natürlich nicht in Manhattan sondern in Jersey City, genauer gesagt direkt vor dem Holland Tunnel, einem der Hauptzubringer nach New York. Und wenn ich direkt vor dem Tunnel sage, meine ich das auch, denn wir sehen aus unserem Hotelzimmer quasi die Einfahrt. Aber der kostenlose Parkplatz, das verhältnismäßig günstige Zimmer und die gute Anbindung nach New York überzeugten einfach. Dass wir nun eine 3. Person unangemeldet mit in unser Zimmer aufgenommen haben, ohne das es irgendjemanden interessiert, spricht natürlich auch für die Seriosität dieses Hauses.

Nach dem Ausladen ging es dann, am späten Nachmittag, mit dem Zug direkt nach Downtown Manhattan. Schon von der Autobahn zum Hotel konnte ich am Horizont die Skyline erahnen, war dann aber doch ein wenig baff, als ich die Haltestelle verließ und direkt vor dem One World Trade Center stand. Eine wirklich beeindruckende Kulisse.

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Aufgrund des bevorstehenden Sonnenunterganges entschieden wir uns dann, zur Brooklyn Bridge zu laufen und diesen von dort aus zu beobachten. Der Fußweg über die Brücke war hoffnungslos überfüllt, aber der Blick auf die Skyline von Downtown Manhattan war definitiv sehenswert. Ein Bild, was ich schon unzählige Male im Internet gesehen habe, was mich aber nun auch persönlich fesselte.

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Nach einem kurzen Spaziergang durch Brooklyn und den ersten Problemen mit der New Yorker Metro ging es dann zum nächsten Fixpunkt der Stadt: dem Times Square. Auch dort kam ein ganz schlimmes Weihnachtsmarkt-Gefühl auf, so eng drängelte sich die Menschenmassen die Straßen entlang. Kein Wunder, wenn man an einem Samstagabend so ein Touristen-Mekka ansteuert. Aber schon irgendwie eindrucksvoll, wie hell alles dort durch die riesengroßen Leuchtreklamen ist.

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Da uns der Hunger nun langsam wirklich quälte, zog es uns von dort direkt zum nächstgelegenen Hooters, wo wir zünftig speisten, bevor wir dann das Lowlight des Tages erlebten. Denn die eigentlich ca. 30 minütige Fahrt zurück zu unserem Hotel wurde zur Odyssee. U-Bahnen fuhren nicht den üblichen Linienweg oder kamen einfach gar nicht, ohne dass irgendein Hinweis wahrzunehmen war. Ich hätte nicht gedacht, dass die kleine KVB von der Zuverlässigkeit doch so nah an der großen New Yorker Metro dran ist. Letztlich waren wir gezwungen, ein ganzes Stück zurück zum World Trade Center zu laufen. Nachdem dort dann die Ticketautomaten reihenweise unsere Kreditkarten ablehnten und man das Gefühl haben musste, man hat was gegen uns (was ich vielleicht sogar ein wenig nachvollziehen könnte), waren wir dann froh, endlich im Zug zurück zum Hotel zu sitzen und dieses auch ohne weitere Probleme zu erreichen. Mal sehen, wie sehr das ständige Gehupe und der doch sehr präsente Autoverkehr vor unserem Fenster unser Schlaferlebnis beeinträchtigen wird. Morgen lassen wir es jedenfalls ruhig angehen, so viel steht fest.

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